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Die Fleisch- und Wurstwarenindustrie steht vor steigenden Anforderungen, aber auch vor neuen Chancen. Der Folienhersteller SÜDPACK hat in einer Stakeholderbefragung die wichtigsten Tendenzen und auch Erwartungen der deutschen Fleischbranche ermittelt. Ergebnis: Wer die Themen Haltbarkeit, Geschwindigkeit, Digitalisierung, Service und nicht zuletzt das Zusammenspiel von Herstellern, Handel und Lieferanten beherrscht, wird sich auch in einem zunehmend härter werdenden Markt behaupten können.

Veränderte Konsumgewohnheiten, Kosten- und Wettbewerbsdruck, hohe Anforderungen an Produktschutz und Haltbarkeit sowie die Transformation hin zu einer Kreislaufwirtschaft prägen die deutsche Fleisch- und Wurstwarenbranche. Das zeigt eine Stakeholderbefragung von SÜDPACK unter Marktteilnehmern. Daraus ergibt sich ein klares Stimmungsbild: Die Unternehmen blicken trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen grundsätzlich zuversichtlich nach vorn – und richten ihre Investitionen konsequent auf Effizienz, Automatisierung und zukunftsfähige Verpackungslösungen aus.

Nachhaltigkeit in der Fleischwarenindustrie ist wichtig

In der Befragung kristallisiert sich ein Punkt heraus: Die Branche hält Nachhaltigkeit für wichtig. Die eigenen Ziele der Unternehmen werden dabei, häufig angelehnt an Initiativen wie die SBTi, im Durchschnitt sehr hoch bewertet – ebenso wie entsprechende Zertifizierungen (z.B. EcoVadis). Etwas schwächer schneidet der Aspekt Lieferantenauswahl ab. Dies ist bemerkenswert, da gerade in der Fleischindustrie Studien zufolge bis zu 70 % des ökologischen Fußabdrucks nicht im eigenen Werk, sondern in der vorgelagerten Lieferkette in den Segmenten Tiere, Verpackungen, Zutaten, Logistik und somit in Scope 3 entstehen. 

Parallel wird sich die PPWR massiv auf Materialien, Rezyklatquoten und Wiederverwendbarkeit auswirken. Das größte Potenzial verspricht hierbei eindeutig der Einsatz von Monomaterialien auf Basis von PP oder PET wie auch die Materialstärkenreduktion, und zwar ohne, dass Abstriche bei Stabilität, Haltbarkeit und Optik gemacht werden sollten.

Im Ergebnis zeigt sich: Die Branche ist bereit, nachhaltiger zu werden. Entscheidend hierbei ist jedoch, nicht nur bestehende Verpackungen zu optimieren, sondern gänzlich neue, praxistaugliche Verpackungskonzepte zu denken. Gesamtkonzepte, die technisch funktionieren, wirtschaftlich sinnvoll sind und vom Handel mitgetragen werden. 

Massive Investitionen, vor allem in Digitalisierung & Automatisierung

Der Lebensmitteleinzelhandel setzt wichtige Impulse für Sortimente, Verpackungsformate, Transparenz und Nachhaltigkeitsnachweise. Für Hersteller wächst damit der Bedarf an Partnern, die neben leistungsfähigen Materialien auch Daten, technische Beratung und fundierte Entscheidungsgrundlagen bereitstellen. Die Branche investiert daher verstärkt in die Digitalisierung und Automatisierung der eigenen Produktion sowie in digitale Anbindungen wie EDI, um vernetzt arbeiten, geforderte Nachweise vorhalten und vor allem effizienter den LEH bedienen zu können. Das Augenmerk liegt auf der Modernisierung der Prozesse, deren unmittelbarer Nutzen in Bezug auf Effizienz, Stabilität und Kosten am wirkungsvollsten erscheint. 

Kurzum: Ein Produkt allein reicht nicht mehr. Dienstleistung und Service bestimmen die Zukunft, es geht um das Gesamtpaket – mit mehr Informationen, mehr fundierten Fakten, mehr Transparenz, mehr Unterstützung. 

In puncto Marktentwicklung … 

… erwartet die Fleisch- und Wurstindustrie in den nächsten 24 Monaten eine anhaltende Konsolidierung. Darüber hinaus gewinnen Convenience, verlässliche Verfügbarkeit und schnelle Reaktionsfähigkeit an Bedeutung. Gefragt sind portionierte, einfach zuzubereitende Produkte ebenso wie handliche Snackformate. Auf der anderen Seite verlangt der Handel zunehmend deutsches Fleisch aus höheren Haltungsformen. Kosten, Personal, Bürokratie, Regulierung, und Tierwohlanforderungen verschärfen die Lage zusätzlich. 

Dennoch blickt die Branche optimistisch in die Zukunft. Insbesondere die Nachfrage nach Geflügelfleisch wächst, es verbindet gute Verfügbarkeit mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Aber auch der Abwärtstrend bei Schweinefleisch scheint gestoppt. Bei beiden Tierarten ist ein starker Trend zu Convenience-Produkten zu verzeichnen. Bei Rindfleisch wiederum ist der Convenience-Anteil gering, weil Rind traditionell als hochwertigeres Produkt wahrgenommen wird. Hier liegt der Fokus klar auf der Haltbarkeit. 

Bei den Wurstwaren spezialisieren sich Unternehmen heute entweder auf Bio, auf regionale Produkte, auf preisgünstige Einstiegsprodukte oder auf einen hohen Automatisierungsgrad, um sich stärker zu differenzieren, während die Fleischwerke des Handels auf stabile große Mengen und effiziente Prozesse setzen. Letztere haben der Stakeholderbefragung von SÜDPACK zufolge die Bedeutung von PPWR-konformen Verpackungen bereits sehr klar erkannt und stellen immer mehr auf recyclinggerechte Verpackungsdesigns um. 

Im Ergebnis ergibt sich ein eher uneinheitliches Bild, in dem die Zukunft des Marktes nicht von einer Tierart, sondern von Preis, Verfügbarkeit, Convenience und Haltbarkeit bestimmt wird. 

Verpackungssysteme und Lieferantennähe entscheiden

Bei den Verpackungskonzepten dominieren weiterhin zwei Systeme: MAP und Vakuum. Die Fleischschale bleibt gesetzt. Versuche, auf Schlauchbeutel umzustellen – trotz klarer wirtschaftlicher und ökologischer Vorteile – werden nur zögerlich angenommen. Einen echten Hype hingegen, vor allem für Snacks und Convenience‑Artikel, erleben praktische, flexible und vielfältig einsetzbare Standbodenbeutel. Bei der Drucktechnologie entscheidet das Zusammenspiel aus Kosten, Qualität und Markenwirkung. 

Für einen Großteil der befragten Unternehmen muss der Folienlieferant aus Deutschland kommen. Warum? Man legt Wert auf kurzfristige Beratung, funktionierende Anwendungstechnik und einen Partner, der verlässlich und zukunftsorientiert zugleich ist.

Breites Verpackungs-Portfolio für Fleisch- und Wurstwaren

Das Angebot von SÜDPACK an Verpackungslösungen für Fleisch- und Wurstwaren ist vielfältig. Es reicht von leichtgewichtigen und recyclinggerecht gestalteten PP-basierten Flow Packs für Hackfleisch über Oberfolien für Trays aus PP, die sich speziell beim Verpacken von Frischfleisch durch eine hohe Siegelperformance auszeichnen, bis hin zu peelfähigen Oberfolien für Tiefziehschalen aus APET, zum Beispiel für Wurstaufschnitt. Abgerundet wird das Portfolio u.a. durch Weichfolienkonzepte aus PP für Stapelpacks und Standbodenbeutel aus PP oder PE für Salamisticks und andere proteinhaltige Snacks.

Den Einsatz von Monomaterialien auf Basis von PE und PP sieht SÜDPACK dabei als zentralen Hebel in puncto Kreislaufwirtschaft, da für beide Polymere in vielen EU-Ländern bereits Wertstoffkreisläufe existieren. Daneben bleibt die Optimierung bestehender Verpackungssysteme wichtig. Denn oft lassen sich bereits durch geringere Folienstärken, optimierte Packungsformate oder wiederverschließbare Systeme Nachhaltigkeitseffekte im Vergleich zu Verbundmaterialien bzw. zu Verpackungen ohne Wiederverschluss erzielen. Entscheidend dabei ist, dass Materialwahl und Folienaufbau gemeinsam mit Siegelperformance, mechanischer Belastbarkeit und Maschinengängigkeit betrachtet werden. 

Fazit: Die Branche befindet sich in einem tiefgreifenden strukturellen Wandel, bleibt aber optimistisch. In puncto Verpackung sind praxistaugliche Gesamtkonzepte, die hohe Packungs- und Prozesssicherheit mit Effizienz, belastbaren Nachhaltigkeitsinformationen und anwendungsnaher Beratung verknüpfen, die Zukunft. 

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