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Sustainable Print Quality (SPQ) von SÜDPACK

Wie nachhaltige Druckverfahren die Zukunft der Verpackungsindustrie prägen

Sustainable Print Quality (SPQ) von SÜDPACK

datetime 12/05/2026 readtime 6 min.

Jedes Produkt, das wir im Supermarkt in die Hand nehmen, erzählt eine Geschichte – nicht nur über seinen Inhalt, sondern auch über die Verpackung, die es schützt und präsentiert. 

Dabei spielt der Verpackungsdruck eine entscheidende Rolle: Er sorgt für Wiedererkennung, Markenidentität, Informationsvermittlung und natürlich für die Attraktivität am Point of Sale.

Ökologische Relevanz des Druckprozesses

Aus ökologischer Sicht entstehen Emissionen und Ressourcenverbrauch im Druck vor allem durch:
Energieeinsatz
- hoher Strombedarf bei Rüstprozessen und im laufenden Betrieb
- Einsparpotenziale durch effizientere Maschinen und kürzere Umstellzeiten
Farben und Lösemittel
- Umweltbelastung durch lösemittelhaltige Farbsysteme
- Reduktion von Emissionen durch optimierte oder alternative Druckfarben
Makulatur und Produktionsabfälle
- Ausschuss durch Anfahrprozesse, Farbwechsel oder Fehljustierungen
- Potenzial zur Abfallvermeidung durch präzisere und stabilere Druckprozesse
Druckformen und Logistik
-Emissionen durch Herstellung, Transport und Lagerung von Druckformen
 

Je nach Verfahren kann der Druckprozess über 20 % der gesamten CO₂-Bilanz einer Folienverpackung ausmachen – und bietet damit einen erheblichen Hebel für nachhaltige Optimierung

Emissionen und Ressourcen im Druck durch:

  • Energieeinsatz
  • Farben und Lösemittel
  • Makulatur und Produktionsabfälle
  • Druckformen und Logistik

 

 

Regulatorischer Druck und politische Rahmenbedingungen

Neben ökologischen Aspekten treiben auch regulatorische Vorgaben die Entwicklung nachhaltiger Drucktechnologien:

EU Green Deal
- ganzheitliche Betrachtung von Produktionsprozessen entlang der Wertschöpfungskette
- Fokus auf Emissionsreduktion und Ressourceneffizienz

Erweiterte Herstellerverantwortung (EPR)
- stärkere Verantwortung der Unternehmen für Umweltwirkungen ihrer Verpackungen
- zunehmende Relevanz von Druck und Verarbeitung für Nachhaltigkeitsbewertungen

CO₂-Bepreisung
- steigende Kosten für energieintensive Prozesse
- nachhaltiger Druck wird zum wirtschaftlichen Wettbewerbsvorteil

Marktentwicklung und neue Anforderungen

Parallel verändern sich die Anforderungen des Verpackungsmarktes deutlich:

- Kleinere Losgrößen und höhere Variantenvielfalt: kürzere Produktlebenszyklen und häufigere Designwechsel
- Wachsende Flexibilitätsanforderungen: wirtschaftliche Grenzen klassischer Druckverfahren werden sichtbar
- Gleichbleibend hohe Qualitätsansprüche: Nachhaltigkeit darf nicht zulasten von Farbbrillanz und Markenwirkung gehen

Moderne, nachhaltige Drucktechnologien zeigen, dass sich diese Anforderungen verbinden lassen. Lösungen wie Sustainable Print Quality (SPQ) von SÜDPACK verdeutlichen, wie Ressourceneffizienz, Prozessstabilität und hochwertige Druckqualität in einem zukunftsfähigen Konzept zusammengeführt werden können.

Was nachhaltige Druckprozesse bedeuten: 4 Prinzipien

1. Prozessstabilität

Ein stabiler Druckprozess reduziert die Zahl der Korrekturschleifen, Produktionsanpassungen und Neuansätze – und damit Material- und Energieverbrauch.

2. Standardisierung

Durch standardisierte Farbpaletten und Farbmanagementsysteme wird eine reproduzierbare und konsistente Farbdarstellung erreicht – unabhängig von Maschine, Standort oder Auftrag.

3. Ressourcenschonung

Weniger Farbwechsel, geringerer Einsatz von Lösemitteln, langlebige Druckformen und automatisierte Prozesse tragen zur Senkung von CO₂ und Abfall bei.

4. Hohe Druckqualität

Nachhaltigkeit und erstklassige Printqualität schließen sich nicht aus – im Gegenteil. Moderne Technologien ermöglichen besonders präzise Farbwiedergabe und Registergenauigkeit.

Technologische Treiber nachhaltiger Druckverfahren

Die Verpackungsindustrie hat in den vergangenen Jahren mehrere große Innovationssprünge erlebt. Besonders prägend:

7C-Druck / Extended-Gamut-Printing
Mit einem fest definierten Satz aus sieben Prozessfarben (CMYK + Orange, Grün, Violett) lassen sich ein Großteil der Druckmotive abbilden – ohne häufige Farbwechsel. 
Vorteil: Weniger Abfall, weniger Farbe, kürzere Rüstzeiten.

Standardisiertes Farbmanagement
Digitale Vorstufentechnologien stellen sicher, dass Druckdaten stabil, maschinenunabhängig und ohne langwierige Anpassungen umgesetzt werden.

Langlebige Druckformen und Zylinder
Im Tiefdruck ermöglichen leichte, mehrfach verwendbare Zylinder hohe Standzeiten, im Flexodruck moderne Platten (wasserbasiert) lange Lebenszyklen.

Umweltfreundlichere Farbsysteme
Neue Tinten- und Farbformulierungen reduzieren Lösemittelanteile – oder kommen in bestimmten Segmenten ganz ohne Lösemittel aus.

Automatisierung und Digitalisierung
Inline-Messsysteme, KI-basierte Farbregelungen und automatisierte Setup-Prozesse minimieren menschliche Eingriffe – und damit Ressourcenverbrauch und Fehlerquellen.

In der Praxis: Wie moderne und nachhaltige Verfahren CO₂, Energie und Abfall reduzieren

Nachhaltige Druckverfahren entfalten ihre Wirkung vor allem in der Summe vieler kleiner Verbesserungen:

→ Deutlich weniger Makulatur durch stabile Prozesse und weniger Farbkorrekturen
Reduzierter Farbverbrauch, da mit fest definierten Farbsets gedruckt wird
Weniger Lösemittel, besonders relevant für Flexo- und Tiefdruck
Energieeinsparungen, weil Rüstzeiten sinken
Reproduzierbarkeit, die Testdrucke und Vor-Ort-Abnahmen überflüssig macht

Im industriellen Maßstab ...

 

… können diese Effekte enorme Auswirkungen haben. Selbst kleine Prozessoptimierungen können bei Auflagen von mehreren zehntausend Quadratmetern signifikante Mengen CO₂ einsparen.

Ein anschauliches Beispiel dafür, wie nachhaltiger Verpackungsdruck im industriellen Maßstab funktioniert, ist das von SÜDPACK entwickelte Konzept SPQ – Sustainable Print Quality. Es zeigt, wie Qualitätsstabilität, Effizienz und CO₂‑Reduktion durch konsequente Standardisierung miteinander verknüpft werden können.

Qualität

Markenwirkung & Konsistenz

SPQ ermöglicht ein besonders präzises und stabiles Druckbild – ein entscheidender Faktor für starke Markenauftritte.

→ Hohe Registergenauigkeit für scharfe, klare Druckergebnisse
Stabile Farbwiedergabe dank durchgängig standardisiertem Farbmanagement
Maximale Farbkonsistenz über Werke, Maschinen und Auflagen hinweg
→ Weniger Korrekturen und kaum Vor‑Ort‑Abnahmen, da Proof und Druck nahezu identisch sind

Männliches Gesicht mit einem Vergrößerungsglas
Effizienz

Time to Market, Kosten & Ressourcen

Die feste Farbpalette reduziert Komplexität und macht den Prozess deutlich flexibler.

→ Weniger Farbwechsel → schnelleres Einrichten, geringere Stillstandszeiten
→ Hohe Flexibilität bei Varianten und Motivwechseln
→ Reduzierter Abstimmungsaufwand, da Farben vorhersehbar und stabil sind
Weniger Materialverbrauch, insbesondere beim Anfahren und bei Wiederholaufträgen

Mann mit Farbeimer
Nachhaltigkeit

CO₂ Reduktion, Lösemittel & Abfall

Die ökologische Wirkung ist messbar – und entsteht durch die Summe vieler Prozessoptimierungen.

→ Weniger Farbe und Lösemittel, da Sonderfarben entfallen
Geringerer Energieeinsatz durch kürzere Rüstprozesse
→ Deutlich weniger Makulatur und Produktionsabfall (z. B. rund 0,25 t CO₂‑Einsparung bei 20.000 m² Druckfläche)

Dieses Beispiel verdeutlicht, wie moderne Drucktechnologien Effizienz, Markenqualität und Nachhaltigkeit miteinander verbinden können.

Nachhaltiger Druck als Baustein einer kreislauffähigen Zukunft

Nachhaltiger Verpackungsdruck entfaltet sein Potenzial besonders dann, wenn er Teil eines ganzheitlichen Verpackungskonzepts ist: 

recyclingfähige Folien, reduzierter Materialeinsatz, optimierte Produktionsprozesse und effiziente Logistik. 

Technologien wie SPQ unterstützen Unternehmen dabei, ihren ökologischen Fußabdruck entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu verringern – und gleichzeitig die Markenwirkung am Point of Sale zu stärken.

Ausblick: Wohin sich nachhaltiger Verpackungsdruck entwickelt

In den kommenden Jahren wird die Branche geprägt von:

→ digitalisierten Druckvorstufen
→ KI-gestützten Farbsteuerungen
→ ressourcenschonenden Farbsystemen
→ automatisierten Rüstprozessen
→ enger Verzahnung von Drucktechnik und recyclingfähigen Materialien

SPQ von SÜDPACK wird damit nicht nur ein Qualitätsmerkmal, sondern ein zentraler Wettbewerbsfaktor – für Marken, die verantwortungsvoll handeln und hochwertige Produkte anbieten wollen.

Fazit

Nachhaltige Druckverfahren sind längst kein Nischenthema mehr: Sie bilden die Grundlage für eine verantwortungsvolle, effiziente und zukunftsfähige Verpackungsindustrie. Technologien wie SPQ zeigen, dass erstklassige Druckqualität und eine deutliche CO₂‑Reduktion kein Widerspruch sind – sondern die Zukunft.