
Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft beginnt bei der richtigen Trennung. Gerade beim Recycling von PET, einem der wichtigsten Kunststoffe im Lebensmittelverpackungsbereich, entscheidet die Reinheit der Materialströme über die Qualität des Rezyklats. Moderne Sortier- und Aufbereitungsprozesse leisten hier Enormes – ein zentraler Erfolgsfaktor ist dabei das Sink-/Float-Verfahren.
… wie Peel PET floatable oder Multipeel PET floatable von SÜDPACK sind exakt auf diesen Prozess abgestimmt. Sie ermöglichen recyclingfähige MAP- und Tiefziehverpackungen auf PET-Basis – konsequent nach dem Prinzip Design for Recycling.
Bevor die eigentliche Dichtetrennung greift, durchlaufen Kunststoffverpackungen mehrere etablierte Prozessschritte:
1. Sammlung und Sortierung
Kunststoffabfälle aus dem Gelben Sack oder aus industriellen Quellen werden in Sortieranlagen mechanisch vorbehandelt und anschließend mittels Nahinfrarot-Technologie (NIR) nach Polymerarten separiert. PET, PP oder PE, etc. lassen sich so schnell, zerstörungsfrei und hochpräzise trennen – eine Grundvoraussetzung für hochwertiges Recycling.
2. Zerkleinern und Waschen
Die sortierten Kunststofffraktionen werden anschließend geschreddert und gewaschen. Das Resultat sind gereinigte Kunststoffflakes.
3. Sink-/Float: Trennung nach Dichte
Nun erfolgt der eigentliche Sink/Float-Prozess. In einem Wasserbad nutzt das Verfahren einen einfachen physikalischen Effekt: die unterschiedliche Dichte der Materialien.
→ PET, Metalle oder PS (Dichte > 1) sinken
→ Polyolefine wie PE oder PP (Dichte < 1) schwimmen
Die Kunststoffflakes trennen sich dadurch in zwei definierte Materialströme. Gleichzeitig sorgt der Prozess für eine zusätzliche Nassreinigung – ein klarer Qualitätsgewinn für das spätere Regranulat.
Gerade bei PET-Verpackungen liegt hier eine zentrale Herausforderung: den Deckelfolien auf Basis Polyolefine wie PE oder PP dürfen den PET-Strom nicht beeinträchtigen.
… gleichzeitig sorgt der Prozess für eine zusätzliche Nassreinigung – ein klarer Qualitätsgewinn für das spätere Regranulat.
Gerade bei PET-Verpackungen liegt hier eine zentrale Herausforderung: den Deckelfolien auf Basis Polyolefine wie PE oder PP dürfen den PET-Strom nicht beeinträchtigen.
Wie sieht eine recycelbare Lösung aus? – Am Beispiel von MAP-Tiefziehverpackungen
Moderne MAP- und Tiefziehverpackungen bestehen aus zwei funktionalen Ebenen:
Der entscheidende Hebel liegt im Verpackungsdesign. Mit einer schwimmfähigen Deckelfolie lässt sich die Recyclingfähigkeit des Gesamtkonzepts deutlich steigern – abhängig von Materialaufbau, Bedruckung und Etikett sind Recyclingquoten von über 80 % realistisch.
Mit Peel PET floatable bspw. bietet SÜDPACK eine innovative Oberfolie, die im Sink-/Float-Prozess zuverlässig schwimmt – selbst mit Druck oder Mattlack. Dank einer Dichte von < 0,995 g/cm³ trennt sie sich von der APET-Unterfolie und gelangt nicht in den PET-Materialstrom.
Das Ergebnis: sortenreines, hochwertiges Rezyklat aus der Unterfolie – und ein Gesamtkonzept, das recyclingfähig ist.
Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick:
- Gewährleistet Schwimmfähigkeit im Recyclingprozess
- Sichere Siegelung, auch bei Kontamination
- Großes Verarbeitungsfenster (130–170 °C)
- Hohe O₂-Barriere (< 2,5 cm³/m² d bar)
- Hochtransparent, antifog, bedruckbar (inkl. SPQ)
- Sehr materialeffizient mit nur 45 µ
- Bis zu 30 % geringerer CO₂-Footprint im Vergleich zu Standard-APET/PE-Konzepten
Das Sink-/Float-Verfahren ist ein zentraler Baustein im PET-Recycling. Verpackungslösungen von SÜDPACK sind gezielt darauf ausgelegt, diesen Prozess optimal zu unterstützen – und ermöglichen eine saubere Trennung von Ober- und Unterfolie im Recyclingstrom.
So zeigt sich: Durch intelligentes Verpackungsdesign lassen sich Recyclingfähigkeit, Ressourcenschonung und Performance wirkungsvoll verbinden – ein klarer Schritt in Richtung funktionierender Kreislaufwirtschaft.