CHEMISCHES RECYCLING

VON DER LINEAREN ZUR ZIRKULÄREN WIRTSCHAFT

Kunststoffabfälle als wertvolle Ressource? Ja! Denn chemische Recycling ermöglicht die Wiederverwertbarkeit von Materialien, die derzeit nicht mechanisch recycelt werden können. Beim chemischen Recycling werden in einem thermochemischen Prozess Altkunststoffe in Rohmaterialien in Neuware-Qualität umgewandelt, aus denen wir Hightech-Folien herstellen. Diese sind damit auch für das Verpacken von Produkten mit hohen Qualitäts- und Hygieneanforderungen, wie beispielsweise Lebensmittel, einsetzbar.
Durch den Einsatz von Rohstoffen auf der Basis des chemischen Recyclings unterstützen wir auch Sie – in Bezug auf Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung sowie bei der Reduzierung von CO2-Emissionen.

Was SÜDPACK noch alles im Bereich Nachhaltigkeit unternimmt, erfahren Sie hier.

Vorteile

DAS PLUS FÜR ALLE – DER UMWELT ZULIEBE

  • Technologie der Wahl für das Recycling von derzeit nicht recycelbarer Kunststoffabfälle, wie mehrschichtigen oder verunreinigten und gemischten Kunststoffen.
  • Substitution fossiler Rohstoffe durch Pyrolyseöl aus Kunststoffabfällen
  • Verbesserung der CO2-Bilanz durch das Schließen von Kreisläufen sowie durch einen mehrfachen Wiedereinsatz der Materialien 
  • Verpacken von Produkten mit hohen Anforderungen in Bezug auf Hygiene, mechanischen Schutz etc. dank Neuware-Qualität 
  • Zugelassen für direkten Lebensmittelkontakt
  • Liefert langfristig einen Beitrag zu Dekarbonisierung der Kunststoffindustrie

Ökologischer Fußabdruck

NACHHALTIGKEIT GANZHEITLICH GEDACHT

Für die Verwertung von gemischten oder verunreinigten Kunststoffen ist das chemische Recycling die deutlich nachhaltigere Lösung im Vergleich zur thermischen Verwertung. Dies bestätigt auch eine Lebenszyklusanalyse von Sphera, die im Auftrag der BASF nach ISO 14040/44 durchgeführt wurde. 
Unser Fazit: Für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen und im Sinne einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft muss stets der gesamte Lebenszyklus eines Produktes berücksichtigt und die sinnvollste Verwertungsmethode ermittelt werden. Im Bereich der gemischten und verunreinigten Kunststoffe ist das chemische Recycling nach unserer Ansicht das Mittel der Wahl:

  • Recycling: 50 % weniger CO2-Ausstoß durch Pyrolyse im Vergleich zur thermischen Verwertung
  • Rohstoffherstellung: Niedrigere CO2-Emissionen bei der Herstellung von Kunststoffen durch Verwendung von Produkten auf Basis von Pyrolyseöl anstelle des fossilen Rohstoffs Naphtha
  • Geschlossene Kreisläufe: Mehrmalige Recycelbarkeit der Materialien in Neuware-Qualität
  • Product Carbon Footprint: Die Reduzierung der CO2-Emissionen unterstützt Sie bei der Verbesserung Ihres Product Carbon Footprints

 
Weitere Informationen über den ökologischen Fußabdruck des Chemischen Recyclings finden Sie hier.

Kundenprojekte

GENUSS OHNE REUE

Die neue Hähnchen-Fleischwurst der Geflügelwurstmarke Gutfried ist nicht nur „bio“ – auch ihre Verpackung ist nachhaltig. Als erster Hersteller in der Wurstindustrie setzt die Zur Mühlen Gruppe bei ihrem innovativen Verpackungskonzept zu zwei Dritteln chemisch recycelte Kunststoffe ein. Die hygienische Folienverbund-Verpackung bietet den gleichen hohen Produktschutz und die Leistungsfähigkeit wie Neuware. Bio-Hähnchen-Fleischwurst von Gutfried steht daher nicht nur für Genuss ohne Reue, sondern auch für weniger Plastikmüll und einen schonenden Umgang mit begrenzten Ressourcen. Denn Nachhaltigkeit verpflichtet. Und muss täglich gelebt werden.

VOM PILOTPROJEKT ZUR MARKTREIFE

Die neue Zottarella-Verpackung setzt Maßstäbe. Aus 25 % weniger fossilen Rohstoffen als bisher hergestellt, schützt sie sowohl Kugeln wie auch Maxirollen des Marken-Mozzarella zu 100 %. Denn Sicherheit und Haltbarkeit stehen für Zott ebenso wie die Reduzierung von Verpackungsmaterial und der schonende Umgang mit den Ressourcen stets im Fokus. Aus dem gemeinsam mit SÜDPACK und BASF entwickelten Prototypen aus 100 % chemisch recyceltem Material entstand die marktreife Verpackung, die seit Mai 2020 im Handel ist. „Ein wichtiger Schritt in Richtung eines funktionierenden Recycling-Kreislaufs für Kunststoffabfälle“, freut sich Andreas Strunk, Leiter Produktion, Technik & SCM bei Zott.

Unsere Aktivitäten im Bereich des chemischen Recyclings

SÜDPACK INVESTIERT IN GEMEINSAMES PROJEKT MIT RECENSO

Zusammen mit RECENSO setzt sich SÜDPACK für die Etablierung des chemischen Recyclings als ergänzende Technologie zum mechanischen Recycling ein. RECENSO ist Spezialist für die Realisierung von Systemen zur Rohstoffrückgewinnung und hat ein Verfahren zur Umwandlung von gemischten Kunststofffraktionen entwickelt. Der daraus entstehende Rohstoff wird der chemischen Industrie zur Herstellung neuwertiger Kunststoffe zur Verfügung gestellt. Ziel der Kooperation ist es nun, produktionsbedingte Wertstoffe als Ausgangsmaterial zu nutzen und daraus wieder Produktverpackungen für die Lebensmittel- und Medizingüterindustrie mit hohen Qualitäts- und Hygieneanforderungen herzustellen.

Meilenstein in puncto Recyclingfähigkeit von Kunststoffen

Am 2. Februar 2021 hat erstmals ein LKW mit Öl, das durch chemisches Recycling aus Ressourcen von SÜDPACK gewonnen wurde, die Pilotanlage von RECENSO im münsterländischen Ennigerloh verlassen. Ziel der strategisch wichtigen Kooperation ist es, aus bis dato mechanisch nicht recyclingfähigen Ressourcen im industriellen Maßstab mit dem CARBOLIQ-Verfahren Rohstoffe zu gewinnen und damit in der Verpackungsindustrie weitere Kreisläufe zu schließen.

RELEVANZ FÜR SÜDPACK

Kunststoffe bieten gegenüber anderen Werkstoffen im Bereich Verpackung große Vorteile: In puncto Funktionalität, Produktschutz, Gewicht und ihres geringen CO2-Abdrucks entlang der Wertschöpfungskette. Für viele Anwendungen können wir auch heute nicht auf wichtige Materialien, die jedoch mechanisch nicht rezyklierbar sind, in unseren hoch-performanten Folien verzichten. Das chemische Recycling ist ein sinnvolles Verfahren zur industriellen Wiederverwertbarkeit solcher Mehrschichtverbunde und sorgt zusammen mit dem mechanischen Recycling für die Erfüllung ambitionierter Recyclingquoten. Deswegen engagiert sich SÜDPACK bei der Weiterentwicklung beider Recyclingverfahren und entwickelt Produkte, die mechanisch recyclingfähig sind.

WICHTIGE POLYMERE

Hightech-Folien von SÜDPACK sind vielschichtig. Und sie bieten viel. Vor allem einen hohen Schutz. Für die Herstellung unserer Folien setzen wir derzeit Polymere ein, die heute als nicht mechanisch recyclingfähig eingestuft sind. Strukturen, die solche Werkstoffe enthalten, lassen sich deshalb nicht in den Kreislauf zurückführen und auch nicht ohne Weiteres durch alternative Konzepte ersetzen. Durch das chemische Recycling jedoch können wertvolle Rohstoffe aus diesen Materialien gewonnen werden. Wir stellen daraus wiederum hoch-performante Folien in Neuware-Qualität her und schließen damit Kreisläufe.
 

LEBENSMITTELKONFORMITÄT

Mechanisch gewonnene Rezyklate eignen sich in der Regel nicht für alle Anwendungen, wie beispielsweise für den direkten Lebensmittelkontakt. So ist die Herstellung von Kunststoffverpackungen für Lebensmittel und Medizingüter aus 100% mechanisch recyceltem Kunststoff aufgrund der aktuellen Gesetzeslage wie auch der besonderen Anforderungen in Bezug auf Produktschutz und Barrierefunktionen derzeit praktisch nicht denkbar. Daher können diese Rezyklate meist nur in niedrigwertigere Produkte eingearbeitet werden. 
 

WHITE PAPER CHEMISCHES RECYCLING

SÜDPACK bewertet Kunststoffverpackungen nach deren Gebrauch nicht als Abfall, sondern als wertvolle Ressource. „Daher forcieren wir die Anerkennung des chemischen Recyclings als ergänzendes Verfahren – und zeigen durch wegweisende Pilotprojekte, wie innovative Lösungsansätze zur Schließung von Kreisläufen beitragen können“, erklärt Carolin Grimbacher.

Kontakt

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