Januar 2013

Atria Scandinavia: Delikatesse neu verpackt

Eine kulinarische Spezialität Schwedens ist die berühmte Blutwurst. Atria Scandinavia, führender Hersteller auf dem schwedischen Markt, benötigte für seinen Verkaufsschlager eine neue Verpackung. Mit dem deutschen Verpackungsspezialisten Südpack fand Atria einen zuverlässigen Entwicklungspartner, und gleichzeitig eine vollkommen neue Möglichkeit zur Verarbeitung der skandinavischen Delikatesse: Dank einer Spezialfolie kann die Blutwurst jetzt direkt in der Endverpackung gekocht werden.

 

Jedes Land hat seine gastronomischen Besonderheiten: Schottland zum Beispiel ist für sein Haggis bekannt, Italien für seine Pasta und Frankreich für das Baguette – die Vielfalt regionaler Delikatessen ist nahezu unbegrenzt. Auf dem skandinavischen Markt ist Blutwurst in verschiedenen Variationen äußerst beliebt. Einige Gourmets bevorzugen die klassische Zubereitung mit Schweinefleisch und Cranberries, andere genießen Blutwurst mit Blaubeermarmelade und einer Kugel Vanilleeis. Atria Scandinavia, Teil des finnischen Atria Abp-Konzerns, ist in Schweden der Marktführer, wenn es um Blutwurst geht. Das Unternehmen besitzt 15 Produktionsstätten sowie Büros in Schweden und Dänemark. Rund 1.200 Mitarbeiter weltweit sind auf die Herstellung und den Vertrieb von Fleischprodukten, Fertiggerichten und Delikatessen spezialisiert. In diesen Kategorien vertritt Atria Scandinavia mehrere der berühmtesten Marken Skandinaviens, unter anderem auch Blutwurst, die unter dem Markennamen Gea’s verkauft wird.

 

„Wir bei Atria Scandinavia sind gerne Teil des täglichen Lebens vieler Menschen und stolz darauf, unseren Kunden echten Genuss zu bieten“, erklärt Håkan Engbom, zuständig für die Produktentwicklung bei Atria. „Wir möchten, dass sie unsere Marke Atria als komplettes Erlebnis erfahren – darum benötigten wir eine Spezialverpackung, die unsere hohen Qualitätsvorstellungen erfüllt.“ Um diese Standards aufrecht zu erhalten und gleichzeitig die Effizienz des Herstellungsablaufs zu verbessern, suchten die Experten von Atria nach einer Folie, die ihre Form während des Kochens beibehält. Nach Gesprächen mit verschiedenen Herstellern entschied sich das Unternehmen für eine Zusammenarbeit mit der Südpack Europe AG, einem familiengeführten Verpackungsunternehmen mit Stammsitz in Süddeutschland. „Die Folie von Südpack hat in unseren Tests die besten Ergebnisse erzielt – ein guter Grund, uns für eine Zusammenarbeit zu entscheiden“, betont Engbom. „Von Projektbeginn an verstanden die Experten von Südpack unsere Bedürfnisse und konnten unsere Erwartungen sogar übertreffen.“

 

Alles in einem: Verarbeitung, Verpackung und Kochen

Blutwurst von Atria hat eine ähnliche Konsistenz wie Joghurt. Auf der Unterseite ist die schwedische Spezialität mit einer hitzebeständigen Hartfolie mit einer Foliendicke von 700 µm in ihrer typischen Halbmondform verpackt. Die Oberfolie besitzt eine Abziehfunktion und bei einer Dicke von 90 µm dieselben hitzeresistenten Eigenschaften. Produktbilder, eine Gebrauchsanweisung sowie der Markenname sind mittels Flexodruck-Verfahren auf die Oberfolie aufgedruckt. Im Rahmen der Verarbeitung wird die Folienform zuerst mit Blutwurst befüllt, dann überflüssige Luft abgesaugt und anschließend die gesamte Verpackung dauerhaft versiegelt. In diesem Zustand wird sie schließlich im letzten Schritt in einem Autoklav gekocht.

 

„Mit den neuen, hitzeresistenten Folien lässt sich unsere Blutwurst jetzt unmittelbar in der Verpackung kochen, ohne dass sich Verpackung oder Inhalt verformen“, erklärt Engbom. Darüber hinaus verlängert sich die Haltbarkeit der Blutwurst von Atria dank der Folieneigenschaften bedeutend. Die Integration der verschiedenen Schritte in einen kontinuierlichen Prozess erlaubte Atria außerdem, das Herstellungsverfahren zu automatisieren – und damit auch zu optimieren: „Statt jeden Schritt einzeln durchzuführen, können wir nun unsere Blutwurst in einem automatisierten Anlagenkonzept verarbeiten, verpacken und kochen. Das spart viel Zeit und Geld“, fasst Engbom zusammen.

 

Mehr als erwartet

Die neue Blutwurst-Verpackung war für die skandinavischen Lebensmittelspezialisten eine Premiere: „Wir haben noch nie ein solches Projekt umgesetzt. Es war ein komplexer Prozess, der viele Lieferanten einbezog. Zahlreiche verschiedene Schritte mussten effizient koordiniert werden“, erinnert sich Engbom. Dank der zuverlässigen Entwicklungsunterstützung und der technischen Hilfe von Südpack fand das Projekt einen sehr zufriedenstellenden Abschluss. „Die Vor-Ort-Unterstützung des schwedischen Südpack-Vertreters, der den Markt und unsere Bedürfnisse sehr gut kennt, war ein großer Vorteil. Auch die Beteiligung der Hauptverwaltung von Südpack in Deutschland war ausgezeichnet“, betont Engbom. „Wir sind mit unserer Partnerschaft mit Südpack und den Ergebnissen höchst zufrieden. Unser erstes Ziel war, unseren Marktanteil zu behalten. Und das haben wir definitiv erreicht – mit einer Verpackungslösung, die mehr bietet als wir erwartet haben."